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So macht man in Deutschlang Geld!!! - Pywi - 20.07.2010 Lest und staunt: Ihr kennt doch alle die Sendung mit der Maus? Dann lest mal. Betreff: - Die Geschichte von Herr Müller- Das hier, das ist der Herr Müller. Der kommt aus Aretsried, das liegt in Bayern, also ganz im Süden. Der Herr Müller ist ein Unternehmer. Und das was in den Fabriken von Herr Müller hergestellt wird, habt ihr sicher alle schon mal gesehen, wenn ihr im Supermarkt wart. Der Herr Müller stellt lauter Sachen her,die aus Milch gemacht werden. Naja, eigentlich stellen die Kühe die Milch her,aber der Herr Müller verpackt sie schön und sorgt dafür, dass sie in den Supermarkt kommen, wo ihr sie dann kaufen könnt. Die Sachen , die der Herr Müller herstellt sind so gut , dass sogar der Herr Bohlen dafür Werbung gemacht hat. Weil der Herr Müller ein Unternehmer ist, hat er sich gedacht, er unternimmt mal was und baut eine neue Fabrik. Und zwar baut er sie in Sachsen, das ist ganz im Osten. Eigentlich braucht niemand eine neue Milchfabrik, weil es schon viel zu viele davon gibt, und diese viel zu viele Milchprodukte produzieren, aber der Herr Müller hat sie trotzdem gebaut. Und weil die Leute in Sachsen ganz arm sind und keine Arbeitsplätze haben, unterstützt der Staat den Bau neuer Fabriken mit Geld. Arbeitsplätze hat man nämlich im Gegensatz zu Milchprodukten nie genug. Also hat der Herr Müller einen Antrag ausgefüllt , ihn zur Post gebracht und abgeschickt. Ein paar Tage später haben ihm dann das Land Sachsen und die Herren von der Europäischen Union in Brüssel einen Scheck über 70 Millionen geschickt. 70 Millionen, das ist eine Zahl mit sieben Nullen, also ganz viel Geld. Viel mehr, als in euer Sparschwein passt. Der Herr Müller hat also seine neue Fabrik gebaut und 158 Leute eingestellt. HURRA, Herr Müller!!!! Nachdem die neue Fabrik von Herr Müller nun ganz viele Milchprodukte hergestellt hat, hat er gemerkt, dass er sie gar nicht verkaufen kann, denn es gibt ja viel zu viele Fabriken und Milchprodukte. Naja, eigentlich hat er das schon vorher gewusst, auch die Herrenvom Land Sachsen und der Europäischen Union haben das Gewusst, es ist nämlich kein Geheimnis. Das Geld haben sie ihm trotzdem gegeben. Ist ja nicht ihr Geld, sondern eures. Klingt komisch, ist aber so. ALSO WAS HAT ER GEMACHT, DER HERR MÜLLER? In Niedersachsen, das ist ziemlich weit im Norden, hat der Herr Müller auch eine Fabrik. Die steht da schon seit 85 Jahren und irgendwann hatte der Herr Müller sie gekauft. Weil er jetzt die schöne neue Fabrik in Sachsen hatte, hat der Herr Müller die alte Fabrik in Niedersachsen nicht mehr gebraucht, er hat sie geschlossen und 175 Menschen haben ihre Arbeit verloren. Wenn ihr in der Schule gut aufgepasst habt, dann habt ihr sicher schon gemerkt, dass der Herr Müller 17 Arbeitsplätze weniger geschaffen hat, als er abgebaut hat. Dafür hat er 70 Millionen Euro bekommen. Wenn ihr jetzt die 70 Millionen durch 17 teilt,dafür könnt ihr ruhig einen Taschenrechner nehmen,dann wisst ihr,dass der Herr Müller für jeden vernichteten Arbeitsplatz über 4 millionen Euro bekommen hat. Da lacht er ,der Herr Müller ..... Sicher kennt ihr die Becher,in denen früher die Milch von Herrn Müller verkauft wurde. Die schmeckt gut und es passten 500 ml rein,das ist ein halber Liter. Seit einiger Zeit verkauft der Herr Müller seine Milch aber in lustigen Flaschen,nicht mehr in Bechern. Die sind praktisch,weil man sie wieder verschliessen kann und sehen hübsch aus. Allerdings sind nur noch 400 ml drin,sie kosten aber dasselbe. Da spart er was,der Herr Müller-und sparen ist eine Tugend,das wissen wir alle. Wenn ihr jetzt fragt,warum solche Leute wie der Herr Müller nicht einfach an den Baum gehängt werden,dann muss ich euch sagen,dass man so etwas einfach nicht tut. Wenn ihr aber das nächste Mal im Supermarkt seid,dann lasst doch einfach die Sachen von Herrn Müller im Regal stehen und kauft die Sachen die daneben stehen. Die schmecken genauso gut,sind meistens billiger und werden vielleicht von einem Unternehmer hergestellt,für den der Begriff"soziale Verantwortung"noch eine Bedeutung hat. Ach übrigens fällt mir ja noch ein,der Herr Müller will auch Erbschaftsteuer sparen und hat daher beschlossen,seinen Wohnsitz nach Österreich zu verlegen. Und eines sollte uns einigen: Nichts mehr von Müller-Milch auf den Tisch!!! So macht man in Deutschlang Geld!!! - Anch - 22.07.2010 Liebe Pywi....ja so ist das und mann nennt sowas auch "Milchmädchen - Rechnung". Der alte Karl Marx und vor allem Friedrich Engels (unabhänig wie man dazu steht) hat das schon vor langer langer Zeit so beschrieben....diese Gesetze gelten, nur in filigranerer feinerer Form, noch Heute. Das ist aber ein super Beispiel. Danke dafür! LG Anch So macht man in Deutschlang Geld!!! - Sonntagskind - 22.07.2010 ... aber die schmecken doch so gut. ![]() Ich kannte das o. geschriebene schon. Stimmt alles, aber was kann man dann noch kaufen ![]() Müller ist sicher kein Einzelfall. Manchmal könnte man einfach nur diesen hier :haue: So macht man in Deutschlang Geld!!! - hsk - 24.07.2010 ... und der Herr Müller, der hat noch viele so tolle Ideen! Eine davon ist zum Beispiel, wie er nicht mehr so viel fürs Transportieren von seinem Joghurt bezahlen muss. Dafür kauft der Herr Müller ganz viele Lastwagen, und die holen die leckeren Sachen dann aus seiner Fabrik ab und fahren sie in ein großes Kühlhaus. Das hat er auch selber gebaut und ihm einen neuen Namen gegeben: Culina Die Lastwagen gehören auch Culina, und weil die wiederum dem Herrn Müller gehört und der ja schon mit dem Joghurt Geld verdient, muss er mit den Lastwagen und den Kühlhäusern nicht mehr ganz so viel verdienen, um trotzdem schnell reich zu werden. Dass er das Transportieren und Lagern so billig anbieten kann, gefällt natürlich auch anderen Milchmännern, die ebenfalls Joghurt herstellen. Oder Käse. Oder Quark oder Milch oder Pudding oder Sahne. Die sagen dann: "Der nette Herr Müller macht das viel billiger als unser alter Spediteur!" Und freuen sich darüber. Der alte Spediteur freut sich nicht. Jetzt hat der Herr Müller ganz viele Sachen in seinem Kühlhaus, alle aus Milch. Die muss er mit anderen Lastwagen, die auch ihm und seiner Culina gehören, in die Läden fahren, wo die Leute schon drauf warten. Manchmal kommt es leider vor, dass die Sachen vom Herrn Müller pünktlich in die Läden kommen und die von den Anderen nicht. Oder später. Das kann schon mal passieren, und es wäre jetzt ganz gemein, wenn man denken würde, dass der Herr Müller das absichtlich macht. Das ist bestimmt nur ein Versehen oder Zufall. Der Herr Müller muss sich nämlich um viel wichtigere Sachen kümmern. Zum Beispiel, dass in seinen Kühlhäusern überall in ganz Europa immer genug Leute sind, um die viele Arbeit zu erledigen. Viele Leute kosten leider auch viel Geld, das merkt der Herr Müller bald. Deswegen hat er schon wieder eine tolle Idee, und die probiert er in England aus. Er fragt Leute in Osteuropa, ob sie nicht Lust hätten, für ihn zu arbeiten. Nein, eigentlich nicht für ihn, sondern für Culina. Aber das ist ja das Gleiche. Diese Leute haben wirklich Lust dazu, denn bei ihnen daheim finden sie keine Arbeit. Deswegen haben sie so große Lust, dass sie aus lauter Dankbarkeit sogar für viel weniger Geld arbeiten, als es die Leute in England früher taten. Der Herr Müller findet das toll. Die Leute in England nicht. Die Leute aus Polen, Russland, Bulgarien usw. sind zwar fleißig, können aber kein Englisch. Wenn sie jetzt dem Herrn Müller seinen Joghurt in den Laden fahren, können sie nicht sagen: "Guten Tag, ich bringen den frischen Joghurt!" Und viele andere wichtige Sachen können sie auch nicht mit den Engländern besprechen. Also muss der Herr Müller, so weh ihm das und seiner Brieftasche auch tut, wieder englische Lastwagenfahrer einstellen, die Englisch sprechen können. Im Kühlhaus ist das alles aber egal, da können die Polen, Russen oder Bulgaren auch weiterhin arbeiten, denn dort müssen sie nur arbeiten und nicht reden. Klar müssen sie auch reden, aber irgendeiner findet sich fast immer, der sowohl Polnisch als auch Englisch kann, und der übersetzt und erklärt dann alles. Also braucht man dort nicht unbedingt viele Engländer, die sowieso nur teuer sind. Da haben die Arbeiter was davon und auch der Herr Müller. Die arbeitslosen Engländer nicht. Die fleißigen Leute aus Osteuropa haben einen ziemlich langen Heimweg, denn England liegt sehr weit weg von dort, wo sie zu Hause sind. Da ist es dann schon praktischer, wenn sie einige Wochen bei der Arbeit bleiben und dann für ein oder zwei Wochen nach Hause fahren. Dann können sie auch vieles, was sie in England brauchen, von daheim mitbringen, z.B. Kleider, Schuhe, Spirituosen, Konserven, Bücher, CDs, Hygieneartikel usw. und müssen es nicht in England kaufen, wo es viel teurer wäre. Das ist praktisch für die Leute. Für die englischen Kaufleute nicht. Herrn Müller ist es egal. Weil die Arbeiter aus Osteuropa kaum etwas in England kaufen, gleichzeitig aber trotz des geringen Lohns noch mehr verdienen als daheim, schicken sie viel englisches Geld in ihre Heimat zu ihrer Familie, und die kann es viel günstiger in Euros oder anderes Geld umtauschen. Wenn die Familie davon einen Teil für schöne Sachen ausgibt, bleibt immer noch genug übrig, dass die Arbeiter, wenn sie mal heimkommen, wieder alles einkaufen, was sie in England brauchen und dorthin mitnehmen. Die Arbeiter sagen: "Toll!" Die Familien daheim sagen: "Supi!" Der englische Wirtschaftsminister sagt: "What the hell...## goddammn...?&* grrr...¿¥**... fuckin'...¤**...!!!!!" Herr Müller freut sich weiterhin und immer doller. Gruß, Hans So macht man in Deutschlang Geld!!! - Ettenna - 24.07.2010 [SIZE="6]So Isses[/SIZE] Annette So macht man in Deutschlang Geld!!! - Himi - 24.07.2010 Tja, wie heisst es so schön, "der Käufer hat es in der Hand", aber wo sollen oder wollen wir kaufen. ![]() Es gibt doch jeden Tag neue Enthüllungen...siehe jetzt "Netto" Zitat:Netto-Supermarkt trickst Aushilfen mit Verträgen aus Artikel LG Himi So macht man in Deutschlang Geld!!! - Ettenna - 31.07.2010 Hallo Zusammen, gestern stand ein Leserbrief in unserer Zeitung, zum Thema: Mini-Löhne für über zwei Millionen Menschen Stellenangebot 2010 Junger Mann mit Staatsexamen, mit bestem Leumund - gutem Namen! Für die Abteilung Babynahrung, mit vierzig Jahren Joberfahrung! Das Alter: Zwanzig, nicht darüber, darunter wäre uns noch lieber! Neben andern Gottesgaben, soll der IQ zweihundert haben! Gewünscht wird auch ein Doktortitel, unterm weißen Arbeitskittel! Körperlich ein Hünenbarde, mit Maßen wie die Schweizergarde! Wenn Du dieses alles bist, wirst Du eingestellt: als Lagerist! Bezahlt wird - so die gute Kunde, mit einem Euro in der Stunde. Ein schönes Wochenende wünscht Annette |