14.07.2010, 08:57
Liebe Angelika
Oh doch, du darfst traurig sein, und in Gedanken und Gefühlen langsam Abschied nehmen von der "guten Freundin". Setz die ruhig in Anführungszeichen.
Das haben wir auch erlebt. Menschen, die wir jede Woche abholen und zum Essen mitnehmen, ein- bis mehrmals, haben nie nachgefragt, wie es uns gehe, als mein Mann so schwer krank war.
Und als ich krank wurde, verlor ich innert kurzer Zeit alle Freunde. Wenn ich überlege, waren es alles Freunde, die von mir profitiert hatten, die mit meinem Auto gefahren sind, die mitgekommen sind, wenn wir fortfuhren, mit denen ich einkaufen war im Einkaufscenter. Als ich das nicht mehr konnte, war die Liebe aus!
Ueberleg dir mal das Verhältnis mit deiner Freundin. Wer hat von wem mehr profitiert? Wer hat angerufen, wer hat geschrieben oder die andere abgeholt? Wenn du die treibende Kraft warst, solltest du dich nicht wundern. Es ist unendlich traurig, aber alle, die ich kenne, haben die gleichen Erfahrungen gemacht. Wenn man nicht mehr dienen kann, ist der Ofen aus.
Wir holen die beiden Menschen immer noch ab, aber wir können jetzt auch einmal nein sagen. Wir sagen nichts mehr ab, nur um den beiden zu dienen. Wenn sie dann nicht mehr genügend Profit sehen, werden sie nichts mehr wissen wollen von uns, das ist mir klar. Aber ich habe meine Pflicht erfüllt und noch mehr, und das ist mir wichtig. Die haben nämlich sonst niemanden mehr, wenigstens eine von beiden ist ohne uns verloren und verlassen.
Verlier nicht den Mut, trauere um die Freundschaft, und halte dich am Wochenende zurück. Schau mal, was sie so von sich gibt. Ich weiss, wie weh es tut, habe es mehrmals erlebt, aber schau der Wahrheit in die Augen.
Sprich die Freundin darauf an, warum sie sich nie gemeldet habe. Ob sie nicht interessiert habe, wie es dir geht. Und sag ihr, dass du gelitten hast. Sie soll ruhig Stellung nehmen. Bring sie ein wenig in Verlegenheit. Erinnere sie daran, dass du in andern Fällen nach ihr gefragt hast und dich gesorgt hast um sie.
Wenn es möglich ist, nicht in vorwurfsvollem Ton, sondern recht freundlich, und schau dann, wie sie reagiert.
Seit ich den Mut habe, mache ich das so. Und es erleichtert, ich fresse meinen Kummer nicht mehr in mich hinein. Das allein ist die Sache wert. Wenn sie dann geht, dann lass sie gehen, sie ist es nicht wert.
Ich wünsche dir ein fruchtbares Treffen mit deiner "guten Freundin". Sei traurig, aber nicht zu sehr und vor allem nicht zu lang. Sie ist es nicht wert.
Alles Gute, Kopf hoch und du wirst sehen, oft findet man gerade in solchen Situationen wahre Freunde, die einem dann auch treu bleiben. Mir jedenfalls ist es so gegangen.
Oh doch, du darfst traurig sein, und in Gedanken und Gefühlen langsam Abschied nehmen von der "guten Freundin". Setz die ruhig in Anführungszeichen.
Das haben wir auch erlebt. Menschen, die wir jede Woche abholen und zum Essen mitnehmen, ein- bis mehrmals, haben nie nachgefragt, wie es uns gehe, als mein Mann so schwer krank war.
Und als ich krank wurde, verlor ich innert kurzer Zeit alle Freunde. Wenn ich überlege, waren es alles Freunde, die von mir profitiert hatten, die mit meinem Auto gefahren sind, die mitgekommen sind, wenn wir fortfuhren, mit denen ich einkaufen war im Einkaufscenter. Als ich das nicht mehr konnte, war die Liebe aus!
Ueberleg dir mal das Verhältnis mit deiner Freundin. Wer hat von wem mehr profitiert? Wer hat angerufen, wer hat geschrieben oder die andere abgeholt? Wenn du die treibende Kraft warst, solltest du dich nicht wundern. Es ist unendlich traurig, aber alle, die ich kenne, haben die gleichen Erfahrungen gemacht. Wenn man nicht mehr dienen kann, ist der Ofen aus.
Wir holen die beiden Menschen immer noch ab, aber wir können jetzt auch einmal nein sagen. Wir sagen nichts mehr ab, nur um den beiden zu dienen. Wenn sie dann nicht mehr genügend Profit sehen, werden sie nichts mehr wissen wollen von uns, das ist mir klar. Aber ich habe meine Pflicht erfüllt und noch mehr, und das ist mir wichtig. Die haben nämlich sonst niemanden mehr, wenigstens eine von beiden ist ohne uns verloren und verlassen.
Verlier nicht den Mut, trauere um die Freundschaft, und halte dich am Wochenende zurück. Schau mal, was sie so von sich gibt. Ich weiss, wie weh es tut, habe es mehrmals erlebt, aber schau der Wahrheit in die Augen.
Sprich die Freundin darauf an, warum sie sich nie gemeldet habe. Ob sie nicht interessiert habe, wie es dir geht. Und sag ihr, dass du gelitten hast. Sie soll ruhig Stellung nehmen. Bring sie ein wenig in Verlegenheit. Erinnere sie daran, dass du in andern Fällen nach ihr gefragt hast und dich gesorgt hast um sie.
Wenn es möglich ist, nicht in vorwurfsvollem Ton, sondern recht freundlich, und schau dann, wie sie reagiert.
Seit ich den Mut habe, mache ich das so. Und es erleichtert, ich fresse meinen Kummer nicht mehr in mich hinein. Das allein ist die Sache wert. Wenn sie dann geht, dann lass sie gehen, sie ist es nicht wert.
Ich wünsche dir ein fruchtbares Treffen mit deiner "guten Freundin". Sei traurig, aber nicht zu sehr und vor allem nicht zu lang. Sie ist es nicht wert.
Alles Gute, Kopf hoch und du wirst sehen, oft findet man gerade in solchen Situationen wahre Freunde, die einem dann auch treu bleiben. Mir jedenfalls ist es so gegangen.
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