27.08.2011, 21:57
chris99 schrieb:Und vor allem wird gezeigt wie man ein ECHTES HDR Bild macht
Ein echtes HDR-Bild ist das sowieso nicht. Denn ein echtes High-Dynamic-Range Bild hat einen derart hohen Dynamikumfang, daß ein derzeit existierender Monitor diesen bei weitem nicht darstellen kann. Daher benötigt ein HDR-Bild ein sog. Tone-Mapping, um den Dynamikumfang zu komprimieren, damit dieser einigermaßen mehr oder weniger realistisch am Bildschirm dargestellt werden kann. Für dieses Tone-Mapping benötigt man Software, die sowohl das Problem des zu geringen Dynamikumfangs der Kamerasensoren als auch den der Bildschirme durch einen Trick umgeht: Man nimmt eine Belichtungsreihe (von stark unterbelichtet bis stark überbelichtet) eines Motivs mit der Stativ-beruhigten Kamera auf und verrechnet diese zu einem HDR-Bild, das dann per Tone-Mapping komprimiert wird und nur noch so aussieht, als hätte es einen hohen Dynamikumfang.
Dieses Tone-Mapping verleitet leider dazu, häufig extrem zu übertreiben. So wäre es das Ziel, ein realistisches Bild zu erstellen, bei dem sowohl die Lichter als auch die Schatten dargestellt werden, ohne Zeichnung durch Über- oder Unterbelichtung zu verlieren. Sehr oft - und leider auch in verlinktem Beispiel - wird das aber derart übertrieben, daß man zwar anfangs noch sagt: wow, was ist hier passiert? Meistens kriegt man vor lauter Kitsch aber Augenkrebs, denn gut aussehen diese übertriebenen Bilder nicht mehr.
Langer Rede kurzer Sinn: Zeig doch sog. HDR-Bilder, die realistisch aussehen. Hier liegt nämlich durchaus eine Stärke dieser Methode: Bilder, die mit herkömmlicher Technik ausgefressene Lichter oder abgesoffene Schatten haben, vollkommen abzubilden.
Betriebssystem / Grafik-Software: Windows 11, Corel-Suite 2023, Adobe-Suite
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