pezi schrieb:Aber was ist mit Bitmaps (< 8mb), ev. aus einem PSE?
Und was wenn die Drucker unbedingt ein PDF wollen? PDF aus PhotoShop soll ja wenig beliebt sein?
Kann ich die Bitmap dann zB. ins COREL reinnehmen und dort per PDR Export als CMYK rausgeben
Frage so weil es oft heisst: "Bitte Fotos u. dgl. von Beginn an als CMYK ... einbauen..."
PhotoShop kann prima PDFs erstellen, PDF kommt schließlich wie PhotoShop von Adobe. Stellste die Farbverwaltung in PhotoShop korrekt ein mit den korrekten Farbprofilen, das ist dort fast identisch zu der Corel-Farbverwaltung und gibst das ganz als PDF/X-3 aus - kein Problem.
Dennoch kannst Du natürlich Bitmaps nach Corel übernehmen und von dort ausgeben. An die Druckerei lieferst Du in beiden Fällen CMYKs in einer PDF/X-3.
pezi schrieb:Das (hauseigene) RGB sicherlich, aber sonst, hmm. Nja ev. sollt ichs mal testen.
RGB ist ungleich RGB. Das am häufigsten anzutreffende sRGB hat einen wesentlich kleineren Farbraum, als z.B. AdobeRGB. Consumer-Kameras beispielsweise liefern Bilder in sRGB. Billige Monitore können nicht mehr als sRGB. Bearbeitet jemand Fotos aus besseren Kameras, die die Bilder im wesentlich größeren AdobeRGB-Farbraum abspeichern, an einem Monitor mit sRGB, bearbeitet er Farben, die er nicht sieht. Das Ergebnis kann dann überraschen.
Kannst Du aber einen guten Monitor und Bilder mit großem Farbumfang Dein Eigen nennen, dann wäre es Blödsinn, mit kleinem Farbraum zu arbeiten, da die Qualität des Ergebnisses schlechter ist.
Da es verschiedene Farbräume in RGB gibt, muß die Information, mit welchem Farbraum das Bild erstellt wurde, mit abgespeichert werden, sonst kommt es zu Falschfarben.
pezi schrieb:Das erste was ich einstelle bei nen neuen COREL(od. bei PS), ist die Farbverwaltung. Und hier kommt halt das Standardprofil ISO Coated V2 ECI 300% rein.
ISO Coated V2 ECI 300% macht oftmals Sinn, aber nicht immer. Coated heißt, daß es für beschichtetes Papier ist. Die meisten verwendeten Papiere sind beschichtet, aber nicht alle. Oft ist auch das fast namengleiche Profil ohne die 300% sinnvoll. Im Zweifelsfall geben Internetdruckereien immer an, welche Profile sie erwarten.
pezi schrieb:Ja das ist es! War früher irgendwie einfacher, jetzt mit den allg. und den dokumentenspezifischen Settings ists ... naja ... anders
Früher war es anders. Aber nicht einfacher. Es war mit den ganzen Pfeilen gedacht, es intuitiv verständlich zu machen. War es aber nicht, weil man nicht so leicht sehen konnte, daß es zusätzlich zu den Pfeilen an jeder Position noch Profile etc. versteckt gab, die einzustellen waren.
Die neue Farbverwaltung ist wesentlich übersichtlicher, leistungsstärker und vor allem fast identisch mit derjenigen von Adobe. Hast Du es einmal verstanden, kannst Du es überall. Außerdem werden die Einstellungen mit dem Dokument gespeichert. In früheren Versionen mußte man bei unterschiedlichen Druckverfahren etc. immer die komplette Farbverwaltung verstellen.
Edit:
Grundsätzlich solltest Du noch, wenn Du es richtig und bez. Farben zuverlässig machen möchtest, Deinen Monitor kalibrieren. Und bevor ichs vergesse, das macht alles keinen Sinn, wenn Dein Monitor ein Billigteil für 130,- EUR ist. Also wenigstens 500,- EUR in einen Monitor mit großem Farbumfang stecken, er sollte AdobeRGB möglichst vollständig anzeigen können. Dann einen Kalibrator, z.B. Spider 4 oder i1 Display Pro. Nun hast Du eine genormte Darstellung am Bildschirm und weißt, daß das, was Du siehst, auch später so interpretiert wird, wenn Du überall die korrekten Profile einbindest. Und das, was die Druckerei dann liefert, wird dem, was Du am Bildschirm siehst, entsprechen, ohne Überraschungen. Heutige Druckmaschinen sind so präzise, daß es kaum mehr zu Überraschungen kommt.
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