11.07.2013, 10:05
mvm schrieb:Du lebst wohl in einer anderen Realität. Ich wollte Dir Deine liebe Canon nicht madig machen, Canon baut tolle Kameras. Aber das Rauschverhalten und die damit verwendbare Empfindlichkeit ist seit spätestens der Nikon D3S - die selbst heute noch als Nachteule unter den DSLR's gilt und somit seit wenigstens vier Jahren - die Domäne von Nikon gewesen. Und da wir hier von belegbaren Tatsachen sprechen, wäre ich vorsichtig mit so beschönigenden Behauptungen.
Hallo Martin,
:lol: ich wusste das du so reagierst. :daumen:
Ist nicht schlimm und du machst mir bestimmt keine Kamera madig. Ich respektiere deine Meinung, und das nicht nur vor dem Hintergrund das du mit Nikon fotografierst. Ich sehe diese Thematik globaler.
Ich habe das Glück (manche sagen auch Pech) den Vergleich der beiden Hersteller, und später den drei Herstellern, Sony kam später dazu, seit Jahren zu verfolgen und zwar aktiv. ich bevorzuge übrigens davon keinen mehr, (kann ich gar nicht) diese drei Hersteller sind gleichwertig.
Bei jedem der Hersteller schaut das Rauschen ganz spezifisch aus und ja es gibt Leute, denen gefällt das Rauschen X bei Hersteller Y besser als das von den anderen. Das ist gut so. Die Vergleiche die die aufgeführt hast sind spezifische Einheiten von jeweiligen Messaufbauten, die keiner der drei Hersteller für sich akzeptiert, da jeder der Hersteller sein eigenes Messverfahren sein Eigen nennt. Dadurch werden die Tests nicht schlechter!
Wenn man nun Praxis bezogenen Bilder dazu nehmen würde, mit den von den Hersteller ausgezeichneten Referenzobjektiven gemacht wurden, und dem jeweiligen Prozedere des Herstellers folgt, holt man das beste aus der jeweiligen Kombination heraus. Hierzu gehört eine große Portion Erfahrung mit den jeweiligen Herstellern (Kamera - Org.Objektiv - Herstellersoftware). Schon lange plädiere ich für eine deutliche Vereinfachung dessen, denn die meisten User schaffen nicht das wirkliche Potential aus ihrer Kamera/Objektiv/Software Kombination heraus zu holen. Ist wohl seitens der Hersteller auch in Ordnung (meine Unterstellung), denn man benötigt schließlich für neue Modelle weitere neue Verkaufskriterien.
Mir ist allerdings aus der Praxis mit den unterschiedlichsten Profis in den unterschiedlichsten Bereichen der Fotografie, allem voran Beauty-, Architektur-, Landschafts- und Sportfotografie nicht einmal bekannt geworden das sich jemand beschwert hat über ein Rauschen bei den Herstellern Canon, Nikon oder Sony. Das Thema Rauschen ist aus meiner Sicht eine Thematik für die Amateurfotografen, wobei man das noch mal auftrennen könnte in "selbst ernannte Tester" und "Amateurfotografen". Die wirklich ambitionierten Amateure schaffen Fotos zu erstellen, die nahezu perfekt sind; die "selbst ernannten Tester" dagegen schaffen das nicht.
Das alles gab es früher mit dem Filmmaterial genauso: die einen schwörten auf Kodak, die anderen auf Fuji und ein paar noch auf Agfa. Beim S/W war man sich annähernd einig, da landete man bei Ilford. Und wirklich Perfektion ließ sich damals nur im eigenen Labor schaffen, um die Körnigkeit in den Griff zu bekommen, oder gar diese als Stilmittel zu verwenden.
Aus Körnigkeit ist digitales Rauschen geworden. Eine technische Entwicklung. Seitens der User ist das Rauschen bereits in einen Bereich gerutscht, das jenseits aller Vorstellung liegt für die aktive Fotografie. Also will sagen: Klagen auf allerhöchstem Niveau. :icon_troest:
Ich stelle mal eine weitere Behauptung auf: wer bei seinen Bildern ein Rauschen entdeckt, der darf es ruhig behalten. Die allermeisten sind sich nicht im Klaren darüber, welche Technik sie überhaupt einsetzen. Und dazu gehört das man sich auseinandersetzt mit eben der gewählten Technik. Das war früher anders: da kaufte man sich eine Kamera, konnte diskutieren ob die Anpressplatte entsprechend gut ausgelegt war/ist, und anschließend hatte man seine Bilder evt. im eigenen Labor ausgearbeitet (die wenigsten Amateure konnten das), ansonsten nutze man oftmals das Großlabor vom Markt XY. Jetzt muss man schon mal nachdenken wenn man bei hohen Aussentemperaturen seine kamera einsetzt.
Die Zufriedenheit ist seit der Einführung der DSLR's im Profilager deutlich größer geworden, im Laufe der Zeit hat die Zufriedenheit im Amateurlager abgenommen. Und zwar in dem Verhältnis, wie die Kameras hoch gerüstet wurden. Da läuft also etwas verkehrt.
Ich wünsche jedem das er oder sie mit seinem gewähltem Equickment klar kommt, und das daraus einfach tolle Bilder entstehen. Für mich ist es egal wie Bilder entstehen, Hautsache diese lassen Stoff für Interpretationen und Gedanken, denn daraus entsteht Kreativität für Neues.
Die Fotografie unterliegt noch immer einem Wandel. Langsam, ganz langsam entwickelt sich die Fotografie wieder zu einem eigenständigen wertigen Gegenstand da wir jetzt in technische Bereiche vorstoßen, wo wieder Wissen gefragt ist.
Lg Roman
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