23.01.2008, 19:01
regi schrieb:Schaut mal, das ist ohne Stativ daraus geworden:Übung macht die Meisterin :daumen:.
Ich würde so gern die kleinen Schönheiten zeigen, kann aber noch nicht genug gut fotografieren.
Davon abgesehen: Du hast das Moos in ziemlicher Draufsicht fotografiert,
da wird es schwierig, das Bild spannend zu empfinden.
Es entsteht ein indifferentes Gewusel aus Grünzeug ohne jeden Bildaufbau, und ohne den geht's nicht.
Das dritte Bild ist schon sehr gut geworden. Da hat man das Gefühl von Raum und Tiefe,
da empfindet man eine vorne und ein hinten und kann das Bild mit dem Auge ordnen.
Versuch doch mal, den Moosknubbel mit der Kamera zu streicheln.
Halte sie nicht frontal drauf, sondern ziele sozusagen im Gleitflug über den Rand.
Dadurch richten sich die einzelnen Zweige optisch auf, recken sich in die Luft
und treten plastisch hervor.
Etwa ein Drittel (wir denken an den Goldenen Schnitt? ;-)) des Bildes lässt Du frei
bzw. füllst Du mit Hintergrund. Die Blende wählst Du so,
dass die ganze Mooskugel scharf wird und der Hintergrund verschwimmt.
Ina hat das neulich anhand eines Krabbeltiers sehr schön gezeigt.
Du gliederst somit das Bild sowohl in einen Vorder- und einen Hintergrund (durch die Schärfe)
als auch in haupt- und nebensächlich (durch die Drittelung).
Beim dritten Bild würde ich noch ein weiteres Grundprinzip des Bildaufbaus anwenden, nämlich die Bildhauptlinie.
Nimm den Ast so auf, dass er von links nach rechts ansteigt.
Jede Bildhauptlinie steht für eine Empfindung und eine Aussage.
Ansteigende Linie = ansteigende Spannung, Neugierde, Oprimismus. Positives.
Hört sich wissenschaftlich an, ist aber keine Sache zum Grübeln :icon_troest:
Einfach mal ausprobieren und schauen, was bei rauskommt.
DAS ist sowieso DIE wichtigste Regel beim Fotofieren

Gruß,
Hans