22.04.2008, 13:00
regi schrieb:Unkraut gefällt mir nicht, stellt euch die Welt mal ohne Unkraut vor?
Braun, dürr, errodiert, wertlos!
Hallo Claire,
ich mag den Nickname „Unkraut“ sehr. Außer dass das Kraut fest im deutschen Sprachgebrauch, in Redensarten und Zitaten verankert ist, ist es ein Synonym für zähes Leben. Es ist auch ein Sinnbild für den Wandel der Zeit, den Zeitgeschmack, für Ökologie und ökologischen Ackerbau, mit Mohn und Kornblume am Ackerrain.
Die Pharmaindustrie forscht intensiver in der Heilkraft der „Unkräuter“ / Wildkräuter aus dem Urwald als in der reinen Heilkraft aus der Retorte. Vogelmiere, bis jetzt noch als „Unkraut“ von Gärtner herausgerissen wird gerade in seinem Wohlgeschmack von den Spitzenköchen entdeckt. Sie sagen dem Kraut einen weit aus größeren Aufschwung und eine größere Beliebtheit voraus, als sie dem Bärlauch widerfahren sind. (Bärlauch in seiner Wildform ist viel aromatischer als in Kultur)
Wie oft wandele ich hier den Spitznamen? Unterzeichne mit Wildkraut oder ähnlichem? Mein Avatar? Blume oder Unkraut?
Mit einem Zitat von Wilhelm Raabe und einem finnischen Sprichwort wünsche ich Dir weiterhin einen schönen und erholsamen Urlaub.
“Wie kahl und jämmerlich würde manches Stück aussehen, wenn kein Unkraut darauf wüchse!“
„Dem Fröhlichen ist jedes Unkraut eine Blume, dem Betrübten jede Blume ein Unkraut“
Sei herzlich gegrüßt von der Pflanze der spontanen Begleitvegetation, auch (noch) Unkraut genannt, oder dem Kraut, das gern mal gegen den Strich bürstet
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