03.11.2009, 11:12
Lia schrieb:Entschuldigung, hätte ich ja gleich präzise ausdrücken können,Macht ja nix, da hatte ich Dich eben falsch verstanden ;-)
[...]
Ein Autor meint, die Verluste seien minimal und tragbar.
Der Autor hat ja auch nicht Unrecht:
bei einer 80%igen Komprimierung verliert das jpg nicht so viel,
dass man es ihm sofort, wenn überhaupt, ansehen würde.
Aber mal ein Beispiel aus der Praxis:
- Ich öffne ein Bild als jpg im PI (mache ich zwar nicht,
aber tun wir mal so...) und beginne die Bearbeitung.
Heute werde ich nicht mehr fertig, also Feierabend – 1. Speicherung.
- Morgen geht’s weiter, und das Endergebnis wird gespeichert – zum 2. Mal.
- Zusammen mit ähnlichen Motiven biete ich das Portfolio einer Agentur an.
Natürlich muss dazu jedes Bild nochmals kontrolliert und feinverbessert werden – Nr. 3.
- Die Agentur lehnt das eine oder andere Bild ab, diese verschwinden im Archiv.
- Monate später interessiert sich ein Kunde für das Bild, wünscht aber
Nacharbeiten für seinen persönlichen Verwendungszweck – Speicherung die 4.
![[Bild: c110.gif]](http://www.cosgan.de/images/midi/konfus/c110.gif)
Klar könnte man auch als ufo speichern.
Aber wer tut das schon mit Hunderten, Tausenden Fotos,
zumal er vielleicht noch mit anderen Programmen arbeitet,
die mit ufo nichts anfangen können.
Bei viermaliger jpg-Kompression treten so deutliche Artefakte
z.B. an Kanten, Schärfe und Rauschen hervor,
dass es u.U. auch einem unkritischen Auge auffallen wird.
Und warum sollte selbst der "Schnappschussfotograf" auf Qualitätsreserven verzichten,
wenn er mit drei, vier Klicks Hunderte von jpg aus der Cam
in einem Rutsch in tif für die Bearbeitung konvertieren kann? ;-)
skifan schrieb:'Keiner haben' stimmt so nicht ganz, nur einer nicht,..und der setzt leider die Maßstäbe (Adobe).Theoretisch durchgesetzt hat es sich ja -
selbst PI bietet mit jp2 und jpc gleich zwei jpg2000-Varianten an.
Aber das arme Kerlchen hat keine wirkliche Lobby!
- Agenturen bevorzugen häufig AdobeRGB und "akzeptieren" sRGB.
- Selbst Berufsfotografen arbeiten mit ARGB und wissen gar nicht warum.
- Kamerahersteller pushen das Bild in der ARGB-Einstellung künstlich auf
und suggerieren dem Amateur: "Seht her, um wieviel besser Adobe ist!"
- Und wenn ausgemachte Farbraumspezialisten wie z.B. Andreas Beitinger
mal den Mut haben, mit dieser Gottesanbetung aufzuräumen,
dann liest es keiner, weil: der Artikel ist ja nicht von Adobe...!
![[Bild: h040.gif]](http://www.cosgan.de/images/midi/ekelig/h040.gif)
Gruß,
Hans