So macht man in Deutschlang Geld!!!
#4
... und der Herr Müller, der hat noch viele so tolle Ideen!

Eine davon ist zum Beispiel, wie er nicht mehr so viel
fürs Transportieren von seinem Joghurt bezahlen muss.

Dafür kauft der Herr Müller ganz viele Lastwagen,
und die holen die leckeren Sachen dann aus seiner Fabrik ab
und fahren sie in ein großes Kühlhaus.
Das hat er auch selber gebaut und ihm einen neuen Namen gegeben: Culina

Die Lastwagen gehören auch Culina, und weil die wiederum
dem Herrn Müller gehört und der ja schon mit dem Joghurt Geld verdient,
muss er mit den Lastwagen und den Kühlhäusern nicht mehr
ganz so viel verdienen, um trotzdem schnell reich zu werden.

Dass er das Transportieren und Lagern so billig anbieten kann,
gefällt natürlich auch anderen Milchmännern, die ebenfalls Joghurt herstellen.
Oder Käse. Oder Quark oder Milch oder Pudding oder Sahne.
Die sagen dann: "Der nette Herr Müller macht das viel billiger als unser alter Spediteur!"

Und freuen sich darüber. Der alte Spediteur freut sich nicht.

Jetzt hat der Herr Müller ganz viele Sachen in seinem Kühlhaus, alle aus Milch.
Die muss er mit anderen Lastwagen, die auch ihm und seiner Culina gehören,
in die Läden fahren, wo die Leute schon drauf warten.

Manchmal kommt es leider vor, dass die Sachen vom Herrn Müller
pünktlich in die Läden kommen und die von den Anderen nicht. Oder später.
Das kann schon mal passieren, und es wäre jetzt ganz gemein,
wenn man denken würde, dass der Herr Müller das absichtlich macht.
Das ist bestimmt nur ein Versehen oder Zufall.

Der Herr Müller muss sich nämlich um viel wichtigere Sachen kümmern.
Zum Beispiel, dass in seinen Kühlhäusern überall in ganz Europa
immer genug Leute sind, um die viele Arbeit zu erledigen.

Viele Leute kosten leider auch viel Geld, das merkt der Herr Müller bald.
Deswegen hat er schon wieder eine tolle Idee, und die probiert er in England aus.
Er fragt Leute in Osteuropa, ob sie nicht Lust hätten, für ihn zu arbeiten.
Nein, eigentlich nicht für ihn, sondern für Culina. Aber das ist ja das Gleiche.
Diese Leute haben wirklich Lust dazu, denn bei ihnen daheim finden sie keine Arbeit.
Deswegen haben sie so große Lust, dass sie aus lauter Dankbarkeit
sogar für viel weniger Geld arbeiten, als es die Leute in England früher taten.

Der Herr Müller findet das toll. Die Leute in England nicht.

Die Leute aus Polen, Russland, Bulgarien usw. sind zwar fleißig, können aber kein Englisch.
Wenn sie jetzt dem Herrn Müller seinen Joghurt in den Laden fahren,
können sie nicht sagen: "Guten Tag, ich bringen den frischen Joghurt!"
Und viele andere wichtige Sachen können sie auch nicht mit den Engländern besprechen.
Also muss der Herr Müller, so weh ihm das und seiner Brieftasche auch tut,
wieder englische Lastwagenfahrer einstellen, die Englisch sprechen können.

Im Kühlhaus ist das alles aber egal, da können die Polen, Russen oder Bulgaren
auch weiterhin arbeiten, denn dort müssen sie nur arbeiten und nicht reden.
Klar müssen sie auch reden, aber irgendeiner findet sich fast immer,
der sowohl Polnisch als auch Englisch kann, und der übersetzt und erklärt dann alles.
Also braucht man dort nicht unbedingt viele Engländer, die sowieso nur teuer sind.

Da haben die Arbeiter was davon und auch der Herr Müller. Die arbeitslosen Engländer nicht.

Die fleißigen Leute aus Osteuropa haben einen ziemlich langen Heimweg,
denn England liegt sehr weit weg von dort, wo sie zu Hause sind.
Da ist es dann schon praktischer, wenn sie einige Wochen bei der Arbeit bleiben
und dann für ein oder zwei Wochen nach Hause fahren.
Dann können sie auch vieles, was sie in England brauchen, von daheim mitbringen,
z.B. Kleider, Schuhe, Spirituosen, Konserven, Bücher, CDs, Hygieneartikel usw.
und müssen es nicht in England kaufen, wo es viel teurer wäre.

Das ist praktisch für die Leute. Für die englischen Kaufleute nicht.
Herrn Müller ist es egal.


Weil die Arbeiter aus Osteuropa kaum etwas in England kaufen,
gleichzeitig aber trotz des geringen Lohns noch mehr verdienen als daheim,
schicken sie viel englisches Geld in ihre Heimat zu ihrer Familie,
und die kann es viel günstiger in Euros oder anderes Geld umtauschen.
Wenn die Familie davon einen Teil für schöne Sachen ausgibt,
bleibt immer noch genug übrig, dass die Arbeiter, wenn sie mal heimkommen,
wieder alles einkaufen, was sie in England brauchen und dorthin mitnehmen.

Die Arbeiter sagen: "Toll!"
Die Familien daheim sagen: "Supi!"

Der englische Wirtschaftsminister sagt:
"What the hell...## goddammn...?&* grrr...¿¥**... fuckin'...¤**...!!!!!"

Herr Müller freut sich weiterhin und immer doller.

Gruß,
Hans
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Nachrichten in diesem Thema
So macht man in Deutschlang Geld!!! - von Pywi - 20.07.2010, 18:25
So macht man in Deutschlang Geld!!! - von Anch - 22.07.2010, 22:40
So macht man in Deutschlang Geld!!! - von hsk - 24.07.2010, 18:58
So macht man in Deutschlang Geld!!! - von Himi - 24.07.2010, 19:27

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