Corel Draw X3: Dokument Optimal ausgeben
#1
Hallo,

ich muß mal ein wenig nachfragen über optimale Ausgabemöglichkeiten bei Corel Draw X3.

Ich habe einen Bastelbogen erstellt. Darin enthalten sind Fotos von Gebäudewänden als Textur (Powerclip). Diese habe ich teilweise in Originalgröße gelassen, bzw. leicht herunterreduziert.

Nun muß das ganze Verteilt werden (Insgesamt 4 Seiten). Am einfachsten wäre vermutlich eine PDF.
Wenn ich nun eine PDF für eine Druckerei erstelle (bzw. PDF/X-3), dann hat die Datei 90MB, was fürs Netz schon etwas heftig wäre.
Wenn ich nun aber als PDF-Profil "Web" wähle, hat die Datei nur 2MB, was eigentlich ziemlich Optimal wäre.
Auf den Bilddateien sieht man allerdings schon ein paar Fraktale, was bei der Größe und dem "selber ausdrucken" vermutlich auch nicht so schlimm wäre.
Wenn ich z.B. "Dokumentenverteilung" nehme, wird die Datei größer (15MB) dabei aber blasser und unansehnlich.

Eine andere Alterntive wäre die Seiten einzeln als JPG zu speichern und diese dann danach zur PDF zusammenfügen. Habe ich jetzt zwar noch nicht gemacht, habe damit aber bisher immer die "besten Ergebnisse" erzielt.

Das Problem dabei ist aber, das Corel dabei nur die Sichtbaren Teile zu einem JPG Verarbeitet. Wenn ich versuche das Problem durch einen Rahmen in Dokumentgröße (also DinA 4) versuche zu umgehen, habe ich zwar ein A4 Bild, doch kann es dann passieren, dass beim Ausdrucken der Drucker, das Programm oder der Benutzer versucht diesen Rahmen auch noch mit in den Ausdruck zu bekommen und nicht "Tatsächliche Größe Drucken", sondern "Auf Papiergröße Skalieren". Das ist natürlich bei solch einem Baubogen das Ende der Präzision.

Nun ja. Wie man sieht, gibt es viele Wege und solange man alles selbst "in der Hand" hat, ist es ja auch OK, aber wenn man das halt weitergeben will, wird es schwer Smile

Daher wollte ich euch mal fragen, wie ihr die Dokumente am besten verteilt. In PDF, welches Profil ihr da anlegt, oder ob ihr euch ein eigenes erstellt habt usw.
Es gibt da ja einiges einzustellen, aber ich weiß halt nicht so recht, was man da am besten nimmt. Bei den meisten PDF-Profilen, die ich jetzt ausprobiert habe erschien mir der Ausdruck allerdings zu blass (was allerdings auch daran liegen könnte, das dieser als CMYK Ausdruck vorliegt, was ja schon für ein etwas anderes Bild sorgt).

Ich wäre jedenfalls dankbar, wenn ihr mir mal sagt, wie ihr das immer so bewerkstelligt.

Vielen Dank

Gruß
Andi
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#2
Hallo,
wenn die PDF nach Vorgabe der Druckerei so groß wird dass ist es halt so.
PDFX3 ist meist Standard.
Du kannst die Größe verringern wenn du bei Freigeben als PDF in Reiter Objekte als Komprimierungstyp nicht LZW sondern JPEG nimmst und als Qualität auf Hoch setzt.

Welches Farbprofil du für die CMYK ausgabe nehmen musst sagt dir deine Druckerei.

Du solltes das von Anfangan so einstellen und die Simulation am Bildschirm einschalten, denn es nützt dir nichts wenn du schöne RGB-Farben am Bildschirm einstellst und diese dann nicht als CMYK druckbar sind.

Genauer geht das mit einem gedruckten Farbatlas, du sucht dir die Farbe darin aus uns stellst diese ohne groß auf den Bildschirm zu achten ein.
Aber das hat ja MvM dir schon mal geschrieben
http://www.juergens-workshops.de/board/s...=farbatlas
in selben Beitrag die Einstellungen zur Farbverwaltung und der Hinweis zur Cleverprintingbroschüre ;-)
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#3
Hallo Andi,

so wie ich das verstehe, ist das Ziel nicht ein professioneller Druck in einer Druckerei, sondern der Heim-Ausdruck bei Bastelbogen-Interessierten.
Daher: Nimm das PDF-Profil Web und verändere die Parameter folgendermaßen:
Unter dem Reiter "Objekte" erhöhst Du die Auflösung zum herunterskalieren der Bitmaps auf 150dpi. Anschließend erhöhst Du noch die JPEG-Qualität. Hier versuchst Du mit Try and Error einen Kompromiß zu finden zwischen geringer Dateigröße und akzeptabler Qualität. Als Hausnummer geh mal in Richtung 30.

Betriebssystem / Grafik-Software: Windows 7, Corel X6, Adobe-Suite CS3, CS6, Lightroom 5
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#4
anorak schrieb:Das Problem dabei ist aber, das Corel dabei nur die Sichtbaren Teile zu einem JPG Verarbeitet.

Das Problem löst dieses Exportmacro, nur die Seitengröße wird berücksichtigt.
http://woxxom-macros.blogspot.de/2008/02...or-x4.html

mvm schrieb:so wie ich das verstehe, ist das Ziel nicht ein professioneller Druck in einer Druckerei, sondern der Heim-Ausdruck bei Bastelbögen-Interessierten.
dann wäre aber CMYK das falsche Farbmodell.
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#5
norre schrieb:dann wäre aber CMYK das falsche Farbmodell.

Ich schrieb doch, er solle das Profil "Web" nehmen.

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#6
Upps,
sorry falsches Zitat, so stimmts
anorak schrieb:Ausdruck allerdings zu blass (was allerdings auch daran liegen könnte, das dieser als CMYK Ausdruck vorliegt, was ja schon für ein etwas anderes Bild sorgt).
Ist das Dokument als CMYK angelegt?
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#7
Danke für die Schnellen Antworten.

Also wie MVM richtig erkannt hat, geht es eben NICHT um die Druckerei, sondern um den Heimausdruck.
Ich hatte das wohl etwas ungünstigt geschrieben, das WENN ich ein Dokument für die Druckerei fertig machen würde (bzw. eben dieses) wäre es so groß. Aber das könnte man dann ja notfalls per Dropbox oder USB weiterreichen.

Ne, hier geht es wirklich darum, das der Verein, für den ich das gemacht habe, den Bogen auf seiner Homepage zum Download anbieten möchte. Das "Web" Modell hat dabei auch die richtigen Farben. Die anderen Profile hatte ich nur mal kurz ausprobiert um zu schauen, wie sich die Qualität und Dateigröße Ändert. Das mit den blassen Farben habe ich nur vermutet, dass es dann evtl. in CMYK ausgegeben wird.
Wobei ich hier gerade mal einstossen muß: Ein heimischer Drucker hat doch auch diese Farben (Cyan, Magenta, Yellow und Black). Deswegen hätte ich jetzt gedacht, für den Druck wäre das immer optimal, für die "Bildschirmdarstellung" RGB..

Danke jedenfalls für die Tips mit den Einstellungen, werde das später mal so machen und mir dann fürs nächste Mal abspeichern Smile
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#8
anorak schrieb:Wobei ich hier gerade mal einstossen muß: Ein heimischer Drucker hat doch auch diese Farben (Cyan, Magenta, Yellow und Black). Deswegen hätte ich jetzt gedacht, für den Druck wäre das immer optimal, für die "Bildschirmdarstellung" RGB..

Ja, viele Drucker drucken in CMYK, einige haben auch noch zusätzliche oder andere Farben für eine bessere Farbdarstellung dank größerem Farbraum. Die Übertragung vom Rechner zum Drucker erfolgt aber in RGB. Dabei ist es Ziel der Grafiksoftware in Verbindung mit dem Druckertreiber, an Deinem Drucker das spätere Zielprofil zu imitieren. Wenn das Ziel ein Offsetdruck mit iso coated v2 (eci) ist, wird das am Druck simuliert, so wie es auch versucht wird, dies am Bildschirm zu simulieren. Daher stelle die Dokument-Farbverwaltung immer auf das ein, was das letztliche Ziel ist und der Drucker wird versuchen, dies darzustellen.

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#9
anorak schrieb:Also wie MVM richtig erkannt hat, geht es eben NICHT um die Druckerei, sondern um den Heimausdruck.
Ah ok,
für den Homedrucker ist natürlich die Ausgabe der PDF als RGB angesagt.
Denn der Home-Druckertreiber erwartet RGB Daten, egal mit wieviel Farben er druckt.
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#10
norre schrieb:Denn der Home-Druckertreiber erwartet RGB Daten, egal mit wieviel Farben er druckt.

Der Home-Drucker kann auch mit CMYK, weil Corel diese halt vor dem senden zum Drucker automatisch nach RGB konvertiert.
Es ist nicht verkehrt, die Datei in Corel in CMYK anzulegen und sie auf dem Home-Drucker auszugeben, wenn denn das Ziel etwas anderes (z.B. Offset) ist, als der Home-Drucker. Wenn das Ziel aber der Home-Drucker ist, kannst Du dennoch CMYK-Farben verwenden, Du hast halt eine kleinere Farbauswahl, weil CMYK einen kleineren Farbraum hat und weil er das eingestellte Ziel simuliert. Dennoch könnte das Druckergebnis auf dem Home-Drucker selbst dann enttäsuchen, wenn Du die Farben in RGB angelegt hattest, weil auch Dein Drucker - wenn er denn "nur" CMYK in seinen Patronen hat, nur einen beschränkten Farbraum hat und nicht alle RGB-Farben drucken kann. Um dies zu lösen, bräuchte man schon einen Fotodrucker mit erweitertem Farbraum (also einer mit mehreren Farbpatronen).

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